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Speläo-Gruppe-Sauerland e.V.
Verein für Karstkunde und Montangeschichte in Nordrhein-Westfalen
Come-On.de 22.10.2013
Schwerstarbeit im Schacht für Höhlenretter aus Hemer

HEMER -  Wenn sechs verletzte Höhlenforscher in der großen Spielberghöhle (Bayern) Alarm schlagen, kann der Notruf über die Höhlenrettung NRW auch in Hemer eingehen. Dieses Szenario wurde am vergangenen Wochenende simuliert, so dass sich sieben Hemeraner für einen Einsatz bereit machten.




























Erschöpft, aber zufrieden – die Höhlenretter aus Hemer übten mit Kameraden aus ganz Deutschland, Österreich und Südtirol in Bayern den Ernstfall.
Ihr Ziel: Der Hochries, der so genannte Hausberg der Rosenheimer.
Das Szenario wird vom Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD) alle zwei Jahre vorgegeben. „Bei dem nationalen Einsatz üben alle zwölf Höhlenrettungen aus Deutschland den Ernstfall", berichtet der Hemeraner Höhlenretter Björn Wegen. Der Dachverband hatte die Gruppe unter Wegens Leitung bereits am Freitagmittag für die Übung angefordert. Am nächsten Morgen um 4.20 Uhr schrillte Wegens Mobiltelefon: der Einsatzbefehl. Die Kameraden Frank Böckelmann, Björn Nüsse, Ralf Schwarzbach, Tobias König, Pilar Bergmann und Notarzt Dr. Thorsten Kreis sprangen aus den Schlafsäcken und in ihre Einsatzoveralls.
Björn Wegen: „Geländefahrzeuge der Bergwacht brachten uns zum Höhleneingang. Unser Notarzt Dr. Thorsten Kreis und Tobias König sollten umgehend in die Höhle, um beim Transport und der medizinischen Versorgung von zwei Patienten behilflich zu sein." Für den Rest der Hemeraner hieß es erst einmal abzuwarten. Björn Wegen kannte die Begründung: „Unsere Gruppe stand erst einmal in Einsatzbereitschaft."
Nach kleineren medizinischen Versorgungsaufgaben war die Hilfe der Hemeraner am Vormittag notwendig. Ein 15 Meter tiefer Schacht musste mit einem Statikseilsatz für den Patiententransport ausgestattet werden. „Meter für Meter mussten wir uns schnell, aber vorsichtig abseilen und den Schacht dabei auch mit Bohrankern versehen." Nach zehn Stunden körperlicher Schwerstarbeit erfolgte die ersehnte Ablösung durch Hessener Kameraden. „Es war wirklich ein hartes Stück Übung", sagte Wegen, „so dass man sich nach getaner Arbeit auf eine heiße Dusche freut."
Am frühen Abend waren die Übungsopfer bereits „gerettet", so dass eine gemeinsame Abschlussbesprechung erfolgen konnte. „Dort haben wir dann erfahren, dass wir an der bislang größten Übung in der Höhlenrettung teilnehmen durften. Es war ein in allen Belangen absolut gelungener Einsatz", resümierte Wegen. 200 Einsatzkräfte agierten vor Ort, davon alleine 110 Höhlenretter aus ganz Deutschland, Österreich und sogar Südtirol.
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